die anderen:
Der Guardian aus London meint zur Lage in Simbabwe: Beim G-8-Gipfel hätte internationale Gemeinschaft beschließen können, erhebliche Geldbeträge für Afrika auszugeben. Nepad, die „Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas“, wäre so zu einem wesentlichen Hebel in der afrikanischen Politik geworden. Das hätte den Architekten des Plans, dem Südafrikaner Thabo Mbeki und dem Nigerianer Olusegun Obasanjo, eine wirkliche Chance gegeben, Einfluss auf ihre afrikanischen Nachbarn zu nehmen – auf Leute wie Mugabe. Aber außer Großbritannien und Kanada wollte keine G-8-Regierung die riesigen Beträge beschließen, die nötig gewesen wären.
Der Wiener Standard kommentiert die „neue Offenheit“ von US-Unternehmen: US-Präsident George W. Bush hat „neue Offenheit“ verlangt, sein Finanzminister appellierte gar an „neuen Patriotismus“ – und viele an den US-Börsen notierte Unternehmen sind dem Aufruf gefolgt. Sie haben einen Schwur geleistet auf die Bilanzen ihrer Unternehmen. Es klingt wie ein Witz, aber die Börsen haben sofort angezogen, und die Nachricht, dass über 600 von 962 Unternehmen bis unterzeichnet haben, wurde als ganz großer Wurf neuer unternehmerischer Transparenz gefeiert. Zu fragen bleibt: Warum wohl? Mehr als ein bisschen Publicity wird wohl nicht der Grund sein.
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