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der schwerpunkt

Foto: Florian Scheible

Mie­te­ im Bild Wer die gesellschaftlichen Ursachen subjektiver Nöte in Angriff nehmen will, braucht Daten. Dass eine Familie im Zentrum Berlins keine Wohnung findet, ist traurig. Wenn es aber Tausende sind, dann muss was passieren. Florian Scheibles Porträtserie „Raum und Zahl“ ist schon deshalb politisch, weil sie das Subjektive ins Verhältnis setzt. Zu jedem Bild von Menschen in ihren Wohnungen erhebt er: Größe, Lage und wie viel Prozent ihres Einkommens sie dafür abdrücken. Bei Vezas Wohnung in Berlin-Neukölln auf dem Bild oben sind das 46 Prozent für 37 Quadratmeter (10 Quadratmeter Flur). Allerdings: Wir wissen nicht, was Veza verdient – und fangen beim Blick aufs Bild darum unweigerlich an, nach Hinweisen zu suchen und zu reflektieren: über Lebensstil, gesellschaftlichen Reichtum und den Stellenwert eines Dachs über dem Kopf. Das ist nicht das Ende der Debatte, sondern ihre Voraussetzung. Zum Thema

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