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der schwerpunkt

Warteschlangen: Lange konnten sich daran nur die Älteren erinnern, zumindest in Westdeutschland. Brav aufgereiht warteten die Menschen da nur auf Schwarzweißfotos aus der Nachkriegszeit oder – wie hier – auf Bildern von drüben, wo bekanntlich jahrzehntelang der sozialistische Mangel herrschte (die Aufnahme stammt von 1976). Wer aber dachte, das sei spätestens mit dem Fall der Mauer vorbei oder höchstens noch ein Luxusproblem hipper Clubgänger*innen, liegt ziemlich daneben. Denn wo muss mensch sich heute nicht wieder alles anstellen? Und wofür so alles? Und lohnt sich das eigentlich? Vom angesagten Imbiss über das Besteigen des Seebäderschiffs bis zur Apotheke mit den neuerdings so besorgniserregend leeren Regalen: Die Warteschlange war schon immer ein Seismograf gesellschaftlicher wie privater Verfasstheit 47–

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