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Foto: MA Tetouan
Trauriges Ende einer Flucht
Hunderte vorwiegend junge Menschen sind Mitte der Woche zusammengekommen, um Faten Ben Amar El Azizi in ihrer Heimatstadt Tetouan das letzte Geleit zu geben. Die 20-jährige marokkanische Fußballerin gehörte zu den mehr als 70 Menschen, die beim Versuch von Marokko aus die spanische Exklave Ceuta zu erreichen ums Leben gekommen sind. Mitspielerinnen und Betreuer ihres Klubs Maghreb Atlético Tetouan würden sie als großes Talent in Erinnerung behalten, heißt es in einem Videoclip des TV-Senders Al-Jazeera bei Instagram, in dem auch die Mutter der Nachwuchskickerin zu Wort kommt.
13 Jahre lang habe ihre Tochter zum Familieneinkommen beigetragen, sogar auf Friedhöfen habe sie gearbeitet. Doch sie habe keine Zukunft mehr für sich gesehen. Auch in anderen Medien war zu lesen, dass sich Faten Ben Amar El Azizi mehrfach vergeblich um ein Schengen-Visum bemüht habe. Nun sagte ihre Mutter, am Tag ihres Todes habe sie die Einreisegenehmigung nach Schengen-Europa erhalten.
Ihr Klub hatte zuvor schon in einer Mitteilung sein Entsetzen über den Tod der jungen Fußballerin zum Ausdruck gebracht. Der Verein erklärte, ihr Traum sei „schon vor seinem Beginn zerstört“ gewesen und sie habe „weder Ruhm noch Abenteuer gesucht“, sondern „ein besseres Leben jenseits der Grenze“. Der Verein beklagte den „hohen Preis“, den viele junge Menschen für irreguläre Migration zahlen müssten, da sich dadurch „Träume in Albträume und Freude in Tränen verwandeln“. (arue)
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