das wetter:
Just Junker
Boleslaw von Grubjany hatte noch vor dem Frühstück einen Leibeigenen kujoniert, die Kaltmamsell geschurigelt und das Dienstmädchen geschwängert, bevor er es abrupt entließ. Erschöpft warf er sich auf die Chaiselongue im Billardzimmer und ließ nach dem Dorfpfarrer rufen, der sogleich mit wehender Soutane herbeieilte. Dem rundlichen Schwarzkittel rann der Schweiß übers gerötete Gesicht. „Merk er sich die Losung für den Tag: ‚Wo der Herr ist, da sei unter ihm.‘ Und rapido von der Kanzel verkünden!“ Katzbuckelnd zog sich der Pfarrer zurück, während der Graf von Grubjany sein weiteres Tagwerk projektierte. Nachmittags musste er zum Tee mehrere Instleute knütteln, zum Abendbrot einen Wandermagister trakassieren. Zuvor würde er beim Mittagbrot die alte Amme backstreichen, bis Tränen flossen. Das Junkerleben war mühsam, doch just ein herrliches.
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