das wetter: reine prosa:
Kaum hatte Robert Gielen wieder einmal nichts erlebt, setzte er sich an seine Junggesellenmaschine und begann die Geschichte niederzuschreiben. Nur wie beginnen?, fragte sich Robert Gielen, nachdem er die ersten Seiten in die Tasten gehackt hatte? Kein Problem! Als Schriftsteller sollte er das Erlebte in metaphernreiche Worte fassen können. Die Einleitung war jedenfalls brillant. Die Wirklichkeit würde hinter diesem Romanstoff verschwinden. Robert Gielen hatte lang nicht mehr ein solch funkelndes Stück reiner Prosa verfasst. Kunst für die Kunst, lächelte Robert Gielen zufrieden. Auf das Ende des Romans freute sich Robert Gielen schon, auch wenn er noch nicht wusste, wo er anfangen würde.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen