das wetter: julian gray:
Julian blickte auf die Uhr. O weh, schon fast vier! Miss Elizabeth war sicher schon damit beschäftigt, die Servietten auf den Teetischen gerade zu rücken und dem Personal die letzten Anweisungen zu geben. Und er stand immer noch hier vor dem Spiegel, das Eigelb des britischen Empires auf der Weste! Jetzt hieß es handeln. Rasch drückte er sich ein paar Mitesser aus, kämmte die wenigen Haare, die ihm verblieben waren, weit in die niedrige Stirn und schob sein Kinn so energisch nach vorne, dass der Unterkiefer aus den Gelenken sprang. Auch gut, dann dürfte der Tee besser durch die Wulstlippen fließen, und da Julian nun nicht mehr sprechen konnte, würde niemand sein Lispeln bemerken.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen