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brief des tages

Keine Lobby für Kinder

„Es ist 2025, Baby!“, taz vom 25. 9. 25

Steinmüller jun. schlief, aber was, wenn das Baby protestiert? Tja, da fehlt mir angesichts des Babys vorm Bauch die Begeisterung. Die Arbeit, die Menschen zwecks Existenzsicherung, Bedürfnisbefriedigung oder gesellschaftspolitischen Engagements leisten möchten oder müssen – diese Arbeit sollte den Bedürfnissen des Kindes nicht im Wege stehen. Eine gute staatliche Grundsicherung für alle im Alter und eine entsprechende Unternehmenskultur zwecks auskömmlicher Existenzsicherung wären ebenfalls hilfreich! Wo es nicht unbedingt nötig ist und andere Hilfen notwendig sind wie etwa bei Alleinerziehenden sollten sich zwei die Kinderarbeit so teilen, dass die Bedürfnisse des Kindes befriedigt werden. Schließlich kann es absolut nichts dazu, dass es „da“ ist. Leider haben aber Kinder keine Lobby – und ihr Geschrei und Gezeter, ihre Auffälligkeiten und Krankheiten werden selten familientherapeutisch als das behandelt, was sie oft sind: das Leiden an den Zuständen und die meist berechtigte Auflehnung der Kinder gegen die, die in einer kapitalistischen Gesellschaft das „Sagen“ haben. Roswitha Halverscheid, Saint-Léger-sur-Vouzance

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