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brief des tages

Skandal in der Nordsee

Gasbohrungen vor Borkum durchgewunken“, taz vom 2. 9. 25

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Niedersachsen hat eine Gasbohrung am Rand des Nationalparks Wattenmeer mit der Begründung genehmigt, dies sei von übergeordnetem Interesse des Landes. Das muss bezweifelt werden.

Drei Jahre ehrlicher Anstrengung, die Energiewende voranzubringen, waren genug, um einen rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien zu schaffen. Dagegen nehmen sich die lächerlichen Mengen an Erdgas, die vor Borkum zu gewinnen sind, wie ein Witz aus. Die Einzigen, die diese Bohrung brauchen und denen diese furchtbare Gefährdung eines weltweit einzigartigen Ökosystems nutzt, sind die Eigentümer des fossilen Konzerns. Alle anderen, inklusive der 12 Millionen Zugvögel. der Millionen von Tieren wie Seehunde, Kegelrobben und Schweinswale, haben ausschließlich Nachteile – bis hin zur Gefahr der Ausrottung. Und all das für ein bisschen Erdgas, das durch erneuerbare Energien zu ersetzen ist.

Die Kinderstube der Fische der Nordsee wird mit dieser krassen Fehlentscheidung des LBEG gefährdet. Diese Entscheidung ist ein Skandal! Stefan Blümer, List/Sylt

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