brief des tages:
Konsequenzen nach Messerangriff
„Weder „Remigration“ noch Bleiberecht für alle“, wochentaz vom 25. 1. 25
Ihrem Kommentar stimme ich grundsätzlich zu. Auch dass viel zu wenige psychiatrische Angebote für die traumatisierten Geflüchteten bestehen aufgrund finanzieller und personeller Grenzen. Mit der Forderung nach Abschiebung dieser traumatisierten Menschen wird das „Problem“ allerdings lediglich verlagert, quasi aus dem Auge, aus dem Sinn, Problem gelöst. Sollen sich doch andere, angeblich Zuständige drum kümmern. Als ob dort, wo das dort auch immer sein mag, genügend Therapieplätze für stark traumatisierte, psychisch auffällige Menschen angeboten würden. Das Risiko weiterer Straftaten besteht dann real woanders. Woanders ist das Land, in dem dann Menschen bei Anschlägen sterben. Aber deutsche Behörden sind lediglich nicht zuständig. So schiebt einer die Verantwortung zum Nächsten. Die traumatisierten Menschen, viele mit Gewalterfahrungen, leben hier wie dort im absolut Ungewissen, auch ohne dass sie Straftaten begehen, nirgendwo Hilfe, kaum Verständnis für ihre Situation.
Heinz Kurtenbach, Much
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen