brief des tages:
Solidarität mit Belarus
„Hinter Gittern, weil sie nicht schwiegen“, taz vom 15. 6. 21
Es fällt mir schwer, Ihre Berichte über mutige Menschen in Weißrussland zu lesen, ohne so was wie Hassgefühle, Ohnmacht, Verzweiflung oder den Drang, etwas zu tun, zu verspüren. Aber, was kann ich tun? Wie kann unsere Politik nur irgendwelche Beziehungen oder wirtschaftliche Verbindungen zu so einer Regierung aufrechterhalten? Oder zu Regierungen, die diese Regierung unterstützen? Da wären wir bei Russland. Ein Monster als Präsident, zerfressen von krankhaftem Narzissmus, viele Spielregeln eines menschlichen Miteinander ignorierend und sich sicher seiend, dass ihm niemand was kann, weil er ein Terrorregime aufgebaut hat, das seine Macht sichert. Sollten wir nicht wenigstens aufhören, mit so einer Regierung Geschäfte zu machen? Bitte, wir dürfen diese Nordstream-Pipeline nicht zu Ende bauen und wir dürfen kein Gas mehr von Russland kaufen, auch wenn wir alle mehr Vorteile davon hätten. Wann reicht es eigentlich? Wir könnten Schröder nach Russland ausbürgern. Im Gegenzug könnten wir Snowden zu uns holen. So einer muss doch nicht in so einem Land leben. Ach, wär ich doch nur einflussreicher … Joachim Jansen
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