brief des tages:
Konsument sperrt Sau ein?
„Fleischpreise rauf“, taz vom 27. 6. 20
Der Konsument ist das letzte Glied der Kette – und er zahlt immer. Steuern für die Subventionen, die für Tierquälerei ausgegeben werden, und dann die Einkaufspreise für mit Medikamenten, Stress- und Panikhormonen belastetes Fleisch! 85 Prozent des Fleisches in gängigen Supermärkten stammen aus Qualtierhaltung; die Alternative ist somit spärlichst gehalten und 100–150 Prozent teurer. Die Fleischindustrie existiert zu einem hohen Anteil für den Export, und damit hat der so geschmähte Konsument überhaupt nichts zu tun! Der Konsument quält keine Tiere und will auch nicht, dass Tiere gequält werden. Der Konsument sperrt keine Muttersauen in Kastenkäfige und martert sie. Der Konsument verätzt keinen Kälbchen die Hörner, um sie als erwachsene Rinder in qualvoller Enge zu halten und in Transporter zu prügeln. Die Tiere werden von den Empfängern der Subventionen gequält, sie sind es, die sich grausamst am Leben vergehen, mit Steuergeld – also dem Geld des bösen, geizigen Konsumenten. Können Sie als meinungsbildende Medienverantwortliche die Erzählung bitte diesen Tatsachen entsprechend erzählen?
Vera de Munico, Neukirch
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