■ beiseite: Druck und Widerstand
In der Deutschen Oper Berlin gab es am Mittwoch während einer Probe zur Neueinstudierung der Oper „Falstaff“ von Giuseppe Verdi einen Warnstreik von Teilen des Orchesters. Laut Intendant Götz Friedrich richtete sich die über einstündige Arbeitsniederlegung von Mitgliedern der Deutschen Orchestervereinigung gegen die Haltung des Deutschen Bühnenvereins, ihnen eine zweiprozentige Gehaltsanpassung nur dann zu gewähren, wenn sie zu einer flexibleren Arbeitszeit ähnlich wie im öffentlichen Dienst bereit wären. Die Probe wurde schließlich nur mit Klavierbegleitung fortgesetzt. Friedrich, der auch Vorsitzender der Opernkonferenz der deutschsprachigen Bühnen ist, zeigte sich überrascht von dem Warnstreik, da er dem Bühnenverein erst kürzlich mitgeteilt habe, daß die Intendanten an einem sachgerechten Kompromiß interessiert seien, worüber am 13. und 14.6. verhandelt werden solle.
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