■ beiseite: Starren
Ab Samstag wird Michael Jackson vom erhöhten Standpunkt eines Bürohausdaches aus in den Himmel über Berlin, beziehungsweise auf den Alexanderplatz starren. Natürlich nicht der aus Fleisch und Blut, sondern eine von neun Michael-Jackson-Statuen aus Stahl und Fiberglas, die für seine neue Platte HIStory werben und von seiner traurigen Lebensgeschichte künden sollen. Erstere soll nämlich sehr erfolgreich werden, letzere hingegen ziemlich traurig sein. Die zehn Meter hohe Figur, für deren Montage ein 100 Meter langer Kran eingesetzt wird, wird zur Erzielung und Steigerung dramtischer Effekte nächtens angestrahlt. Neben Berlin starrt Herr Jackson demnächst auch in London, Mailand, Paris, Madrid, Prag, Amsterdam, Wien und Zürich.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen