piwik no script img

ai appelliert an Gandhi

Bern (ap) - amnesty international hat den indischen Ministerpräsidenten Gandhi aufgefordert, Übergriffe der Sicherheitskräfte unverzüglich untersuchen zu lassen. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der vielerorts schwelenden Unruhen und die Sicherheitsgesetze hätten den Bürgerrechtsschutz weitgehend außer Kraft gesetzt und willkürlichen Festnahmen Vorschub geleistet. Tausende von politischen Gefangenen seien in den letzten Jahren ohne Anklage und Urteil festgehalten worden. Hunderte säßen schon jahrelang ohne Prozeß im Gefängnis, unter ihnen 326 Sikhs. Besonders kritisch sei die Lage in Punjab. Dort hätten die Sicherheitskräfte wiederholt mutmaßliche Anhänger von bewaffneten Oppositionsgruppen in Scheingefechten erschossen. Allein im August 1987 seien mehr als 70 Sikhs bei solchen „Zusammenstößen“ in Amritsar erschossen worden.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen