: ärger unter freunden
Nizza und die Folgen
Deutschland und Frankreich, die seit über 30 Jahren eine ganz besondere Beziehung pflegen, liegen im Streit miteinander. Die Freundschaft wurde besonders beim EU-Gipfel von Nizza im Dezember auf eine harte Probe gestellt. Deutschland setzte durch, dass es im Ministerrat mehr Stimmen bekommt als Frankreich. Überdies gehen die Vorstellungen der beiden Länder über die Zukunft Europas auseinander. Deutschland setzt auf eine Vertiefung der europäischen Integration – das geht der grande nation zu weit. Frankreich will eine Kooperation der Nationalstaaten. Auch der jüngste Vorstoß Schröders auf einem Bertelsmann-Forum – mehr Integration und eine Neudefinition der deutsch-französischen Beziehungen – wurde in Frankreich nicht freundlich aufgenommen. Heute Abend treffen sich Jacques Chirac und Gerhard Schröder in der Europastadt Straßburg, um den deutsch-französischen Motor wieder in Gang zu setzen. J.K.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen