: abba eban gestroben
Gründungsvater Israels
Der frühere israelische Außenminister Abba Eban ist am Sonntag im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Sozialdemokrat gehörte zu den Gründervätern des Staates Israel. Als Aubrey Solomon Meir am 2. Februar 1915 in Kapstadt geboren, wuchs er in England auf. Im Zweiten Weltkrieg stieg Eban in der britschen Armee bis zum Major auf und diente in Ägypten und Palästina, wohin er nach Kriegsende auswanderte. Eban trug 1947 maßgeblich zum UN-Teilungsbeschluss für das ehemalige britische Mandatsgebiet Palästina bei, der 1948 die Gründung des Staates Israel ermöglichte. Danach wurde Eban Botschafter bei den UN und in den USA, von 1966 bis 1974 war er Außenminister. Als erstes israelisches Regierungsmitglied kam er 1970 zu einem offiziellen Besuch in die Bundesrepublik. Gegenüber den Palästinensern vertrat er früh eine kompromissbereite Politik. DPA
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen