: Zusammenschluß bei CDU umstritten
Potsdam. Ein Zusammenschluß der Bundesländer Berlin und Brandenburg ist innerhalb der Brandenburger CDU umstritten. Während sich der CDU-Landesvorstand dafür aussprach, noch in diesem Jahr eine Grundsatzentscheidung zugunsten eines gemeinsamen Bundslandes zu fällen, äußerte der Landtagsvizepräsident Habermann (CDU) gestern Bedenken. Voraussetzung für ein Zusammengehen sei, daß vor einer Entscheidung der Länderfinanzausgleich neu geregelt werde. »Ich bin skeptisch, ob das in diesem Jahr noch zustande kommt«, sagte Habermann. Nach Ansicht des CDU-Bundestagsabgeordneten und Leiters der Arbeitsgruppe Berlin-Brandenburg im CDU-Landesvorstand, Junghanns, würde die Vereinigung der beiden Länder das Steuerpotential stärken. Außerdem würden durch den Wegfall bilateraler Verhandlungen auf Länderebene Entscheidungswege vereinfacht und verkürzt. Durch die Zusammenlegung von Parlamenten und Landesverwaltungen werde Geld eingespart. Ein gemeinsames Bundesland dürfe aber finanziell nicht schlechter gestellt sein als zwei getrennte. Die Zustimmung zur Bildung eines neuen Bundeslandes sei jedoch an Bedingungen geknüpft. Grundsätzliche Entscheidungen, die das Verhältnis zwischen Stadt und Landesregion berührten, dürften vom Parlament nur mit qualifizierten Mehrheiten getroffen werden. afp/dpa
Umverteilung gegen rechts
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen