■ Zur Person: Hoffnungszerstörer
Die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt: Sowohl Ex-Innensenator Ralf H. Borttscheller (CDU) als auch Ex-Bildungssenatorin Bringfriede Kahrs (SPD) werden ihre Bürgerschaftsmandate annehmen. In beiden Fällen war gemunkelt worden, daß die Enttäuschung über die Degradierung zum einfachen Abgeordneten tief genug säße für eine endgültige Abkehr von der Politik.
In die Röhre schaut jetzt Juso-Chef Thomas Ehmke: Nachdem Senatorin Kahrs erstmal abgetaucht war – vielleicht um nicht für ihren Nachfolger Willi Lemke stimmen zu müssen – übernahm Ehmke den Nachrücker-Platz.
Gestern hatte man Ehmke noch einmal gebeten, als Abgeordneter anzutreten. Angekommen, schickte man ihn wieder weg, weil Kahrs inzwischen aufgetaucht war. Dann rief man ihn wieder zurück, weil Kahrs erst heute ihr Mandat antreten darf. „Sogar mein Tischschild haben sie angeblich abmontiert und wieder anmontiert“, freut sich Ehmke über wenigstens eine Verwaltung, die funktioniert. Jetzt müssen sie es schon wieder austauschen. In vier Wochen ist Ehmke mit seinem Zuvieldienst fertig. Dann will er Jura studieren. cd
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