■ Krause: Zügig abwärts
Schwerin (dpa) – Günther Krause gerät nach seinem Rücktritt als Bundesverkehrsminister auch im CDU-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern zunehmend unter Beschuß. Umweltminister Frieder Jelen (CDU) bekräftigte im Spiegel seine Forderung nach Krauses Rücktritt von allen politischen Ämtern. Zugleich deutete Jelen an, daß es im Landesvorstand eine Reihe führender Persönlichkeiten gebe, die Krause entgegen der offiziellen Äußerungen des Vorstands nicht halten wollten. Als Beispiele nannte er Landwirtschaftsminister Martin Brick und den Ex-Ministerpräsidenten Alfred Gomolka. „Selbst Fraktionschef Eckhardt Rehberg, bislang ein treuer Krause-Mann, wird dieselben Einsichten wie ich haben“, sagte Jelen, der Regierungschef Berndt Seite als Nachfolger für das Amt des Landesvorsitzenden vorschlug. Der Landesvorstand hat für nächstes Wochenende eine Sitzung anberaumt, bei der über die politische Zukunft Krauses entschieden werden soll. Der Ex-Minister werde sich bei dieser Gelegenheit auch selbst zu seinen Vorstellungen äußern, hieß es. Einige Kreisvorsitzende wollen einen Sonderparteitag fordern.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen