■ Hacker brechen in E-Mail-Dienst ein: Ziemich peinlich für Microsoft
Berlin (taz) – Computerhacker haben den Zugang zum E-Mail-Dienst Hotmail geknackt, den größten des Internets. Acht Kenner im Alter um 20 Jahre erlangten mit Hilfe eines einfachen Programmes Zugang zu den privaten Briefkästen, schreibt die schwedische Zeitung Expressen.
Hotmail wurde von Microsoft aufgekauft. Mit den 40 Millionen Hotmail-Kunden will Microsoft seine etwas schwache Stellung im Internet und im World Wide Web ausbauen. Microsoft musste die Hotmail-Maschinerie für zwei Stunden stoppen, um das peinliche Schlupfloch zu stopfen. Schadensmeldungen von Kunden sind laut Microsoft jedoch keine bekannt.
Besonders böse: Die jungen Hacker aus Schweden hatten den Code angeblich im Juni 1998 programmiert und konnten demnach im Prinzip schon länger in aller Ruhe anderer Leute elektronischer Post lesen und versenden. Außerdem veröffentlichten sie die Methode im Internet, so dass jeder sich des Algorithmus bedienen konnte. rem
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen