: Zehn Zeilen 1936
Die Olympiabewerbung für das Jahr 2000, die der Regierende Diepgen (CDU) am 7. März dem Nationalen Olympischen Komitee übergab, hat der Senat nun als Hochglanzbroschüre herausgebracht. Auf 116 Seiten sind ganze 10 Zeilen der Nazi-Olympiade gewidmet. Wir dokumentieren sie vollständig: »Im Jahre 1931 entschied das Internationale Olympische Komitee, die Olympischen Spiele für das Jahr 1936 nach Berlin zu vergeben. Diese Spiele fanden leider im Zeichen des Nationalsozialismus statt. Es gab aber auch Ermutigung gegen Rassismus und Unmenschlichkeit, als der Amerikaner Jesse Owens vier Goldmedaillen gewann und zum Liebling des Berliner Publikums wurde.« Anti- Apartheid-Spiele, völlig klar.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen