Zahl des Tages: 2 Stunden
Erst Meta, nun Tiktok: Die Videoplattform hat mit einem Vergleich einen Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Das Zugeständnis dafür: Das Unternehmen soll mindestens 100 Millionen US-Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer:innen auf 2 Stunden begrenzen. Also mal schauen: 6 bis 8 Stunden in der Schule plus 2 Stunden Tiktok plus 2 Stunden Facebook und Instagram plus bislang ohne Maximum versehene Dienste von Whatsapp bis Discord. Essen? Schlafen? Hausaufgaben? Freizeit ohne Bildschirm? Vielleicht ist das mit den Maximalzeiten ja noch nicht ganz die ausgereifte Lösung.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen