Zahl des Tages: 85 Prozent
Es ist nicht zu sehen, nicht zu riechen – und es kratzt nicht mal im Darm oder in den Blutbahnen. Mikroplastik ist eine unsichtbare Gefahr, vor allem, weil es praktisch keinen Ort mehr auf der Erde gibt, der frei davon ist. Nun schlägt die Umweltorganisation Greenpeace Alarm: Forscher:innen hätten Mikroplastik im Kot von Wildtieren rund um Hongkong entdeckt. Keine stadtnahen Tiere, sondern solche, die etwa in den bewaldeten Bergen leben. Mikroplastik wurde demnach in 85 Prozent der Proben gefunden. Ein UN-Abkommen, das im November fertig verhandelt werden soll, soll es richten. Denn die Zahlen sind düster: Die weltweite Plastikproduktion hat sich binnen zwanzig Jahren mehr als verdoppelt.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen