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Zäune haben Konjunktur

■ Eine Präsentation im World-Trade-Center

Zäune haben Konjunktur

Eine Präsentation im World-Trade-Center

hier bitte den Zaun

Mehrere schwere Metallzäune wurden gestern ins Bremer World Trade Center geschleppt, mit Stacheldraht-Linien oben, mit sechsfachem Zacken, einzelne Stücke auch zwei Meter hoch und mit Kletterschutz.

Die „Konferenzraum 2“ sollte allerdings nicht zum preiswerten Metall-Lager umfunktioniert werden, sondern hier präsentierte die „Bremen Business International“ (BBI) ihren neuesten Ansiedlungserfolg: Die niederländische Industriezaun-Produzent Staatmat aus Heerenfeen hat in Bremen eine seiner Verkaufs-und Montageniederlassungen eröffnet.

Aller Anfang ist bescheiden: Zunächst wird Geschäftsführer Haupenthal mit Montage-Kolonnen aus den Niederlanden ar

beiten, für das Jahr 1994 sind insgesamt fünf Beschäftigte geplant. „ABC Zäune“ rechnet vorsichtig mit bescheidenem Wachstum und setzt auf das zunehmende Bedürfnis, den eigenen Reichtum durch Zäune gegen Neider mit mangelhaftem Rechtsverständnis zu sichern.

Damit die profane Angelegenheit einen größeren Rahmen bekam, berichtete Konsul Wethmar von der „Kraft des positiven Denkens“ und daß schon die Eindeichung des Blocklandes von Holländern — daher der Name Hollerland — geleistet wurde. Der Vertreter des Häfensenators steuerte ein holländischen Bonmot bei: „Wenn ein Schaf über den Deich gelangt, kommen viele hinterher.“ K.W.

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