: Wunder in der Speicherstadt
Bohrmaschinen und elektrische Hobel erzeugen ohrenbetäubenden Lärm. 28 Männer bewegen sich mit ihrem Werkzeug zwischen den Arbeitstischen auf der Baustelle für das „Miniatur Wunderland“, die größte Modelleisenbahnanlage der Spurweite HO Europas. Sie entsteht in der Hamburger Speicherstadt für etwa drei Millionen Mark. Bis März 2002 wird das Meisterwerk aus Modellbauerhand die Größe von 544 Quadratmetern erreichen. Ein Teil ist bereits ab August zu besichtigen.
Auf ungewöhnlichen Baugerüsten arbeiten die Modellbauer an den Miniaturlandschaften. Plastikhäuser werden aufgeklebt und mit Licht ausgerüstet, Kunststoffbäume in Wälder gesetzt und Brücken verlegt. Darunter sprudeln Flüsse aus Kunstharz – eine detailgetreue Anlage wird erschaffen.
Die Anlage soll zu einer Touristenattraktion für Hamburg werden. Vor den Augen der Besucher wird in einer Zeitspanne von 30 Minuten ein Wandel vom Tag zur Nacht simuliert: Sobald die virtuelle Dämmerung einsetzt, gehen nach und nach 50.000 Lampen an. Sogar winzige Plastikautos fahren mit Beleuchtung. Allerdings muss, um einen ganzen Tagesablauf im Modell darstellen zu können, erst noch ein Computerprogramm geschrieben werden. lno
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