Workshop mit Nadel und Faden : Wir verstricken uns gerne!
Stricken ist wieder im Trend. Was heute als netter Zeitvertreib gelten mag, hat eine lange und widerständige Tradition. Kommt und strickt mit uns!
Stricken, Häkeln, Stopfen und Nähen sind wieder im Trend. Weltweit finden Strick-Events statt – und das Schönste: Alle Generationen machen mit, Frauen wie Männer.
Was heute als Hobby oder netter Zeitvertreib gelten mag, hat eine lange und widerständige Tradition. Schon während der Französischen Revolution wurden rote Zipfelmützen gestrickt, um die Sansculottes auszustatten. Während der NS-Besatzung waren rote Mützen in Norwegen verboten. Und im Zweiten Weltkrieg nutzten Frauen scheinbar harmlose Strickanleitungen, um Netzwerke aufzubauen und Botschaften durch feindliche Linien zu übermitteln. Der chilenische Nobelpreisträger Pablo Neruda widmete den Socken sogar eine Ode.
Wir laden euch ein: Holt eure Wollreste aus dem Schrank, ribbelt alte Pullover auf und bringt eure Strick- oder Häkelnadeln mit! In unserem kleinen Workshop mit der früheren Leiterin der taz-Genossenschaft, Konny Gellenbeck, und taz-Redakteurin Waltraud Schwab ist jede:r willkommen – egal ob Fortgeschrittene, Anfänger:innen oder alle, die einfach nur neugierig sind, mit oder ohne eigenes Projekt. Wer möchte, kann sich an den Granny Squares für unsere taz-Decke beteiligen, die wir im taz-Adventskalender verlosen möchten.
Waltraud Schwab erklärt, warum Stricken politisch ist, und Konny Gellenbeck liest aus dem Buch „Nadeln des Aufstandes – eine Kulturgeschichte des Strickens“ von Katerina Schiná.