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■ Nigeria entläßt Hunderte HäftlingeWole Soyinka glaubt an Ermorderung Abiolas

Lagos (AP/AFP) – Der nigerianische Autor und Friedensnobelpreisträger Wole Soyinka glaubt, daß Moshodd Abiola vergiftet wurde. Zur Begründung nannte er den verdächtigen Todeszeitpunkt, desweiteren habe er vier Tage vor Abiolas Tod einen Brief aus Nigeria erhalten, in dem von einem „Plan zur Tötung Abiolas“ die Rede war. Den Brief habe er der UN übergeben.

Die nigerianische Militärregierung hat unterdessen die Freilassung von 362 Gefangenen angeordnet. In einer Erklärung heißt es dazu, es handele sich um Häftlinge, die von Militärgerichten verurteilt wurden oder nach der Verbüßung ihrer Haftstrafe noch immer einsitzen. Damit sollen die überfüllten Gefängnisse entlastet sowie Freiheit und Grundrechte verteidigt werden.

Die Zeitung Lagos Press berichtete unterdessen, daß die Ergebnisse der Parlamentswahl möglicherweise annulliert werden sollen. Diese wurden unter dem Regime des im Juni verstorbenen Machthabers Sani Abacha abgehalten.

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