Reisen bildet: Wie wäre es mit Boston?
So so, Herr Mettbach, Sydney hat Ihnen gefallen. Sie haben da Anregungen für unsere Hafencity mitgebracht. Na, das ist ja schön. Haben Sie eigentlich schon den Herbsturlaub gebucht? In Boston, da gibt es nämlich auch eine wunderbare City am Hafen, und da leuchten im Oktober die Blätter so schön.
Störzeile vonSANDRA WILSDORF
Wo doch jetzt in Sydney Winter war, können Sie zum Ausgleich ja im neuen Jahr nach Auckland fliegen. Da ist auch mächtig was los am Hafen und im Januar Hochsommer. Oder Kapstadt, da heißt das „Waterfront“. Aber das ist eigentlich nur für Touristen, können Sie sich sparen.
Apropos Sparen: Sie könnten sich ja auch mal den Klassiker, die Londoner Docklands, angucken. Das geht ganz günstig mit dem Zug nach Cuxhaven und dann weiter mit Scandinavian Seaways. Aber in London waren Sie sicher schon mal, und das ist ja auch nichts Dolles. Sie könnten natürlich auch in die Bibliothek gehen – als Ausweis reicht sicher die Visitenkarte – und sich Bücher über Revitalisierungen von Hafengebieten ausleihen. Die gibt es nämlich überall auf der Welt. Aber warum am Schreibtisch hocken, wenn man schon mal Senator ist und der Steuerzahler Urlaub ohne Ende bezahlt? Da wären Sie ja blöd.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen