: Westen gegen Wunden
Gefährdete Humboldt-Pinguine kriegen außergewöhnliche Hilfe
Mit roten Westen aus Kupfer- und Zinkfasern wollen Forscher:innen in Chile verletzte Humboldt-Pinguine bei der Heilung unterstützen. Erste Erfahrungen mit den speziell angefertigten Anzügen seien vielversprechend, sagte der Direktor des Buin Zoos in der Hauptstadt Santiago, Ignacio Idalsoaga, am Mittwoch.
Seit Jahren würden Westen mit Mikrofasern mit Kupfer und Zink an Haustieren getestet, sagte Idalsoaga. Nun wird die Methode erstmals bei Humboldt-Pinguinen erprobt. Kupfer und Zink sollen das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen. Zink fördert zudem die Bildung neuer Blutgefäße.
Die Bestände der Humboldt-Pinguine gehen in Chile stark zurück. Den Tieren setzen etwa Fischernetze, Plastikmüll und die Konkurrenz mit der Fischerei um Nahrung zu. Auch das Wetterphänomen El Niño erschwert die Nahrungssuche. Die ungewöhnlich warmen Meeresströmungen machen die für die Pinguine wichtigen Kaltwasserfische schwerer zu finden. Die Elterntiere müssen weitere Strecken zur Nahrungssuche zurücklegen und lassen ihre Nester länger unbeaufsichtigt. (ap)
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