: Wer ist drinnen? Wer ist draußen?
In and out: Bevor das Podewil seine Pforten schließt, hauen die Künstler schon mal durch dieselben ab
Nachdem in ihrem letzten Programm „Say it like you mean it“ die Welt da draußen eigentlich schon untergegangen war, feiert das Künstler-Kollektiv Gob Squad mit „The Great(er) Outdoors“ jetzt nochmal ihre Auferstehung. Oder eher müssen die Darsteller sich selbst und dem Publikum versichern, dass sie tatsächlich irgendwo da draußen ist, die Welt, und möglicherweise die Wahrheit. Also hauen sie in order of disappearance aus dem ganzen Theater ab hinaus in die Berliner Nacht, die per Handy und Infrarotkamera in den Zuschauerraum rückgekoppelt wird. Die eigentliche Bühne also ist die Welt. Getreu dem Motto „Ihr seid für uns drinnen, wir sind für euch draußen“ läuft die Arbeitsteilung so, dass das Publikum ins Theater geht und in gemütlichen Sesseln sitzen bleibt, während die Akteure ausschwärmen, um die Signale der Außenwelt zu übermitteln.
Draußen ist, wie’s aussieht, demnächst übrigens auch das Podewil. Weil Kultursenator Flierl im Zuge der allgemeinen Sparmaßnahmen locker mal eben ein Drittel des Podewil’schen Gesamtetats weggestrichen hat, ist der künstlerische Betrieb faktisch am Ende. In Bälde soll eine Verwaltungsbehörde das Gebäude beziehen. ARW
Umverteilung gegen rechts
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