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Wer hilft Bettnässern?

■ Symposion will informieren

Fünf bis sieben Prozent aller fünfjährigen Kinder in der Bundesrepublik sind Bettnässer. Spätestens bei der Einschulung wird das für die Betroffenen ein Riesenproblem. Hänseleien in der Klasse und Streß zu Hause sind die Folge: Viele Eltern sind ratlos, wissen nicht, was sie tun können: Bettnässen ist immer noch ein Tabuthema.

Wie man mit diesem Problem besser umgehen kann, darüber wollen sich am kommenden Samstag Ärzte, Psychologen und Urologen informieren. Auf einem Symposium mit dem gefährlichen Titel „Idiopathische Enurensis nocturna“ im Bremer Marriott-Hotel werden 50 bis 80 Teilnehmer aus Bremen und Umgebung erwartet. Nach dem Symposion stellen sich die Referenten in einer Podiumsdiskussion der Öffentlichkeit.

Das ist dringend notwendig, den die „Hausrezepte“, die hilflose Eltern ihren Kindern verordnen, stammen noch aus dem Mittelalter und sind therapeutisch völlig sinnlos: Das Bett des Nässers wird auch heute noch auf den Mond ausgerichtet, „Zaubertränke“ werden verabreicht, von denen Wunder erwartet werden. Nicht zuletzt mißhandeln ungeduldige Eltern ihre Kinder, die nicht „trocken“ werden wollen.

Aber auch die Ärzte müssen noch lernen. Aufklärung über die unterschiedlichen Ursachen des Bettnässens tut Not. Die Zusammenarbeit zwischen Kinderärzten, Urologen und Kinderpsychiatern und — psychologen ist zu verbessern, Ursachenforschung zu betreiben. Neben organischen und funktionellen Störungen des Harn- und Blasentraktes beschreibt die „idiopathische“ Spielart des Bettnässens ein Erscheiningsbild unterschiedlicher Ursachen: Psychische Belastungen, verspätet einsetzende Lern- und Reifungsprozesse oder hormonelle Defizite, die den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus durcheinanderbringen. Juan

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