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Wenn schlaues Telefonieren fieses Verhalten verrät

Mit einer Ganzkörpergeste, als wollte sie das Handy auf dem rot gepflasterten Boden am Fuße des Godesbergs zerschmettern, beendet die junge Frau den Anruf. „Warum geht der nicht ran?“, fragt sie in Richtung ihrer Leute; Jungs, Mädchen, die gerade mit dem Abendbrot vom Royal Döner ziellos übern Theaterplatz hierherschlendern. „Nie geht der ran, wenn ich anruf! Wir sind doch zusamm!“

Sie fragt noch mal, „kann mir einer sagen, warum der bei mir nie rangeht?“, und schnappt sich dann das Smartphone von einem der jungen Männer aus der Gruppe. Noch bevor der verdutzt „Hey?!“ ruft, baut sich die Verbindung auf, und – „Das gibt’s doch gar nicht!“, jetzt schreit sie richtig. „Warum gehst du bei ihm ran und bei mir nicht? Die ganze Zeit versuch ich, dich anzurufen! Ich denk, wir sind zusamm!?“, sie kommt richtig in Fahrt, ihre Stimme hat allen Grund, unangenehm zu werden. „Was soll denn das?“

Dann beendet sie das Gespräch, gibt das Telefon zurück, geht aufgeregt ein paar Schritte, fragt, was denn mit dem los sei, er gehe nie ran, wenn sie anrufe, aber wenn sie vom Handy des Kollegen anrufe, sofort!, dabei seien sie doch zusamm, und schließlich: „Ich geh jetzt nach Hause.“

Bonn-Bad Godesberg

76.150 Ein­wohner*innen, ist einer der vier Stadtbezirke von Bonn. Er wird überragt vom Godesberg, auf dem, Sie ahnen’s!, die Godesburg thront.

Benno Schirrmeister