: Wenn plötzlich jemand eine wirklich gute Idee hat
Es sind manchmal kurze Stellen, die einem eigentlich schöne innerstädtische Fahrradrouten vergällen können. Im Süden Berlins etwa, am S-Bahnhof Priesterweg in Schöneberg. 200 Meter gröbstes Kopfsteinpflaster, bei denen man schon sehr hartgesotten sein muss, um nicht – ja, offiziell widerrechtlich – auf den parallelen schmalen Fußweg auszuweichen.
Das führt immer wieder zu Stress: Weil nicht alle Radler ihr Tempo anpassen oder, Klartext: auch mal ziemlich rabiat auftreten. Und umgekehrt auch manche Fußgänger mit einem „Ist kein Radweg!“ stur mittig im Weg bleiben. Und obendrein kann der kleine Abzweig auf den Fußweg in einem Bußgeld münden, wenn dort unverhofft die Polizei steht.
Berlin-Schöneberg
124.800 Einwohner*innen.
Gleich in der Nähe vom S-Bahnhof Priesterweg findet sich in dem Ortsteil der Insulaner mit seinen Weltkriegserinnerungen: der 78 Meter hohe Berg ist der älteste Trümmerberg Berlins.
Alles Vergangenheit: Auf schlichte Weise ist das Kopfsteinpflaster plötzlich befahrbar. Nicht durch aufwändigen, teuren und denkmalpflegerisch unschönen Austausch gegen Asphalt. Nein, einfach durch die Strecke glättendes Abhobeln der Kopfstein-Oberfläche: Die Optik ist geblieben, das Radeln aber weit weniger rumpelig. Diese Idee sollte öfter jemand haben – solche Pflasterpassagen gibt es noch genug. Stefan Alberti
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