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Wenn halt doch noch was Störendes gefunden wird

Nicht nur Gras ist über die ehemalige Luftmunitionsanstalt Dünsen bei Bremen gewachsen. Überall in einem kleinen Mischwald stößt man auf von Brombeeren und Sträuchern überwucherte Ruinen, auf manchen wachsen Bäume. Wofür die Gebäude im Einzelnen genutzt wurden, bleibt unklar. Es gibt weder Hinweisschilder, noch Warntafeln oder Absperrungen. Dafür haben Sprayer jede Menge Tags auf dem Beton hinterlassen und ein paar aufwendigere Graffitis. Echt lost dieser place.

Im Internet lässt sich nachlesen, dass das 1934 gebaute Lager nach dem Krieg kurz zivil und dann von Bundeswehr und US-Armee genutzt wurde. In als Erdhügel getarnten Bunkern sollen Atomwaffen gelagert worden sein. Heute bietet dort eine Firma regelmäßig Kriegsspiele mit Luftgewehren an. Sie sorgt auch für die Entmüllung.

Dünsen

1.200 Ein­wohner*innen.

Die Gemeinde im Landkreis Oldenburg liegt mitten im Naturpark Wildeshauser Geest. Ein großer Teil der Gemeinde ist von Waldgebiet umgeben.

An diesem Maisonntag laufen nur Spaziergänger auf dem Gelände herum, klettern auf und in die Ruinen, besteigen den Wachturm, dessen Fensteröffnungen mit verrostetem Gitter versperrt sind. „Das war toll im Turm!“, sagt ein Mädchen zu seiner Mutter, die unten auf Mann und Kind gewartet hat. „Ja, es ist schön hier“, erwidert sie, „wenn nur nicht alles so beschmiert wäre!“ Ihr Mann nickt. „So sind die Menschen.“ Eiken Bruhn

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