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Wenn der Förster einen vom Ausblick vertreibt

Heidesee

7.100 Ein­wohner*innen.

Die brandenburgische Gemeinde liegt in einer Heidelandschaft mit Wäldern, dort finden sich Pilze, Pilze, Pilze ...

Steinpilze, Maronenröhrlinge oder Birkenpilze sind in den Körben der Sammler zu finden, die mit uns durch die Wälder bei Heidesee streifen. Den Blick konzentriert zu Boden gesenkt. Maronenröhrlinge lieben saure Böden. Sie wachsen unter Kiefern und Fichten. Der Birkenpilz wächst meist unter Birken, die Eichenrotkappe häufig unter Eichen. Pilze mögen Feuchtigkeit und Wärme – so stehen die Chancen gerade besonders gut, fündig zu werden.

Unser Korb ist schnell prall gefüllt. Selbstverständlich wollen wir alles richtig machen: Wir drehen die Pilze im Ganzen aus dem Boden, zarte Exemplare graben wir mit einem Pilzmesser vorsichtig aus der Erde heraus. Und wir verschließen das Loch wieder, damit das Pilzgeflecht nicht austrocknet. Das geht ins Kreuz. Zur Erholung setzen wir uns auf einen Hochsitz mit Blick auf die heideartige Landschaft.

„Ich setze mich doch auch nicht auf ihr Wohnzimmerbüffet“, schreit plötzlich ein Mann von unten. Er gibt sich als der zuständige Förster zu erkennen. Wir rasten ungefragt auf seinem Jagdsitz. Was nicht unbedingt erlaubt ist, aber auch nicht groß strafbar. Betreten verlassen wir den Ausblick. Erleichtert, dass er uns nicht dazu die Pilzausbeute infrage gestellt hat. Man weiß ja nie. Edith Kresta

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