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Wenn das Hündchen das radelnde Herrchen stoppt

Eigentlich sind die süßen kleinen Hündchen ja was für Wilmersdorf. Das ist da, wo die sprichwörtlichen Wilmersdorfer Witwen wohnen.

Einsam und schmachtend nach ein bisschen Dackelblick sind aber nicht nur die älteren Damen im Berliner Westen, sondern auch zwei junge Männer im Prenzlauer Berg.

Einer von ihnen, Typ Rennrad, trägt sein Hündchen im Rucksack. Beim Ampelstopp guckt das frech oben raus, schnuppert die Kälte. Gegen das Zittern hilft das Kraulen des Rucksacks. Das überträgt sich aufs Wohlbefinden des Hündchens. Das Zittern lässt nach.

Alles im grünen Bereich. Weiter geht’s. Vor der nächsten Kreuzung der nächste Hundepapa auf dem Rad. Seinen recht groß geratenen Pudel hält er mit einem Stab auf Abstand. Der Pudel muss galoppieren. Ist er auch zufrieden?

Vielleicht ist er überfordert. Nun zwingt der Pudel das Pudelherrchen zum Bremsmanöver. Hündchen muss. Herrchen schert auf den Bürgersteig aus. Hündchen kackt. Die Stange hält ihn auf Abstand zum teuren Rad.

Berlin-Prenzlauer Berg

169.900 Ein­wohner*innen.

Der Mauerpark in dem Ortsteil ist ein populäres Naherholungsgebiet, der Flohmarkt lockt massenhaft Menschen, und auch Hunde­besitzer*innen finden dort ihren Platz: Im umzäunten Hundeauslaufgebiet dürfen Hunde mal frei laufen.

Es geht weiter. Die Kacke bleibt liegen. Hunde­scheiße gibt es nicht nur bei den Wilmersdorfer Witwen. Uwe Rada

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