■ Weltbank kritisiert Währungsfonds: Krisenländer werden in die Rezession gedrückt
Hamburg (dpa) – Die Rezepte des Internationalen Währungsfonds (IWF) gegen die asiatische Finanz- und Währungskrisen stoßen bei der IWF-Schwester Weltbank laut Wall Street Journal auf Kritik. Die Volkswirtschaften würden mit den IWF-Auflagen zur Erhöhung der Zinsen und Steuern und niedrigeren Staatsausgaben in die Rezession gedrückt. „Jeder amerikanische Ökonom lehnt das Prinzip eines ausgeglichenen Haushaltes in der Rezession ab. Warum sollten wir das in anderen Ländern ignorieren“, sagte Weltbank-Chefökonom Joseph Stiglitz.
Man solle sich auf die Ursachen der Krisen konzentrieren. IWF-Manager Stanley Fischer sagte hingegen, die hohen Zinsen seien kein Ziel an sich. „Sie müssen vielmehr hoch sein, um die Marktlage zu stabilisieren, und kommen dann runter.“
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