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Weitere Verhärtung in Bangladesch

■ „Kein Raum für Kompromiß“

Dhaka (AP/AFP/wps) – In der harten Konfrontation mit Ministerpräsidentin Khaleda Zia in Bangladesch zeigt sich die Opposition unter Sheikh Hasina nicht zum Einlenken bereit. Oppositionssprecher Mohammed Nasim wies gestern das jüngste Angebot der Regierungschefin mit dem Satz zurück, es gebe keinen Raum für Kompromisse mehr. Khaleda Zia hatte am Donnerstag abend nach einem Generalstreik und dem kollektiven Rücktritt von 143 der 147 Parlamentarier der Opposition ihre Bereitschaft erklärt, 30 Tage vor den im Februar 1996 anstehenden Wahlen zurücktreten. Die Wahlen sollten dann von einer provisorischen und politisch neutralen Regierung unter Präsident Abdur Rahman Biswas von der BNP organisiert werden. Die Ministerpräsidentin forderte zugleich die zurückgetretenen Oppositionspolitiker auf, ihre Entscheidung zu „überdenken“.

Die Opposition fordert jedoch weiterhin den sofortigen Rücktritt der Regierung. Am Donnerstag waren während eines ersten achtstündigen Generalstreiks in der Hauptstadt Dhaka mehrere selbstgebaute Sprengsätze explodiert. Der Streikaufruf wurde außer in Dhaka auch in den anderen großen Städten des Landes befolgt. Anhänger der oppositionellen Awami Liga, der Jatiya-Partei (JP) und der islamisch-fundamentalistischen Jamaat-e-Islami demonstrierten in der Hauptstadt.

Der Machtkampf zwischen den beiden mächtigsten Politikerinnen Bangladeschs wird von vielen Beobachtern kritisiert. „Dies ist äußerst unglücklich und zeigt, daß sowohl Regierung und Opposition gescheitert sind“, sagt der Politologe Serajul Islam Choudhury. Nach einer Rechnung der Handelskammer von Dhaka hat der politische Streit seit Zias Amtsantritt 1991 das bitterarme Land 250 Milliarden Dollar gekostet.

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