■ Südafrika: Weitere Festnahmen
Johannesburg (AFP) – In Südafrika sind in der Nacht auf Dienstag erneut vier Personen festgenommen worden, die an dem Überfall von weißen Rechtsextremisten auf die Mehrparteienkonferenz am Freitag beteiligt gewesen sein sollen. Damit befinden sich nach Angaben der Polizei in Johannesburg insgesamt 25 Weiße in Haft. Sechs Festgenommene sollen sich freiwillig gestellt haben und Mitglieder der rechtsextremen Afrikaaner Widerstandsbewegung (AWB) sein. Die Festgenommenen waren am Montag vom Polizeigefängnis in Soweto aus in eine andere Justizanstalt verlegt worden, nachdem die Polizei erfahren hatte, daß ein bewaffnetes Kommando weißer Rechtsextremer die Festgenommenen befreien wollte. Der Präsident des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC), Nelson Mandela, hatte nach dem Überfall vom Freitag die Festnahme von Führern rechtsextremistischer Organisationen gefordert. Laut Staatspräsident Frederik de Klerk wird die Regierung jedoch nur gegen Personen vorgehen, die Verbrechen begangen hätten, und nicht gegen politische Organisationen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen