piwik no script img

■ Weihnachtssilvesterwidersprüche

Same Scheiße every year. 42,7 Prozent der Deutschen zögern beim Geschenkekauf. Amerika weiß eher, was die Stunde geschlagen hat. Vorgestern schaltete B. Clinton die festliche Beleuchtung des „nationalen Weihnachtsbaums“ ein und appellierte, während er hinter kugelsicherem Glas saß, an alle Amerikaner, „das Licht des Friedens und guten Willens zu verbreiten“ und Großkaliber unter den Christbaum zu legen. Amerikas Topstars gaben derweil bekannt, wie sie die, jaja, Jahreswende zu gestalten gedenken. Nicolas Cage schwenkt auf die Schröder-Linie ein: „Es wird das erste Silvester sein, das ich zu Hause verbringe.“ Antipode Bruce Willis („Alkohol ist keine Lösung, aber er erleichtert das Warten darauf“) will die Kopfglocken läuten lassen und beschied: „Ich habe verdammt noch mal keine Vorstellung, ob die Welt nun zerstört wird oder absolut nichts passiert. Das ist mir scheißegal.“ Und John Travolta, im scientologischen Nichts gelandet, hofft, „dass Flugzeuge sicherer und bequemer werden“. Fein. Foto: AP

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen