: Was fehlt
Der SPD die „Kraft des Neuen“. Die auf der Leipziger Krönungsmesse für Schröder präsentierte Corporate identity ist nämlich Schnee von gestern. Nachträglich mußte die SPD- Wahlkampfabteilung (steckt dahinter kein kluger Kopf?) feststellen, daß die Siemens AG schon seit über einem halben Jahr mit dieser Formel wirbt. Die Creative-Art-Genossen haben sich inzwischen für den unbewußten Ideenklau artig entschuldigt und versichert, daß es bei der einmaligen Verwendung des Slogans bleibt. Fragt sich nur, wo die nächste Phrase abgekupfert werden soll, damit Doris Köpf-Schröder den Kanzlerbungalow beziehen kann. Erstes Brainstorming: „Helmut heißt jetzt Gerhard“, „Mit der Kraft der zwei Herzen“, „SPD: Weißer geht's nicht!“, „Deutschland: Ich will so bleiben, wie ich bin“, „SPD: Du darfst!“
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen