■ Wallenberg: Neue Dokumente
Stockholm (AFP) – Der Fund eines neuen Dokuments hat das Schicksal des schwedischen Diplomaten Raoul Wallenberg, der seit Ende 1944 als verschollen gilt, weiter aufgeklärt. Wie ein Sprecher des schwedischen Außenministeriums mitteilte, erhielt das Ministerium in der vergangenen Woche die Kopie eines Telegramms des damaligen stellvertretenden sowjetischen Verteidigungsministers Nikolai Bulganin an einen Marschall mit dem Befehl, Wallenberg festzunehmen. Das Telegramm Bulganins an den Kommandanten der zweiten ukrainischen Front stamme vom 17. Januar 1945, hieß es weiter. Aus dem Telegramm gehe hervor, daß Wallenberg nach seiner Festnahme in Ungarn in ein Gefangenenlager nach Moskau gebracht werden sollte.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen