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Wal-Tourismus aufbauen statt Wal-Jagd

■ Die Walkämpfer von Greenpeace unterbreiten Norwegen einen Vorschlag

Wenn die norwegische Fischfangindustrie den Walfang einstellt, will Greenpeace den Fischern beim Aufbau einer Tourismusindustrie helfen. „Die Boote der Walfangflotte könnten als Wal-Beobachtungsschiffe eingesetzt werden.“ Diesen Vorschlag unterbreitete gestern Greenpeace- Chef Thilo Bode anläßlich der Rückkehr der „Sirius“ nach Hamburg. Das Greenpeace-Schiff hatte sich mit der norwegischen Küstenwache vier Wochen lang heftige Auseinandersetzungen geliefert, als die Schiffe norwegische Walfänger behinderten.

„Konfrontation auf Dauer ist keine Lösung“, meint Bode. „Wenn jährlich 10.000 Förderer nach Norwegen reisen und 2.500 Mark ausgeben, bringt es der norwegischen Wirtschaft 25 Millionen Mark.“ Durch das Abschlachten von 193 Mink-Walen würden die Fischer lediglich fünf Millionen Mark verdienen. Zudem würde Greenpeace den Internationalen Boykott norwegischer Produkte aufheben, der das Land 90 Millionen Mark Export-Umsatzeinbußen gekostet habe. Kai von Appen

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