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■ Süd-Korea noch immer ohne PremierWahl in Seoul erneut gescheitert

Seoul/Berlin (rtr/taz) – Tumulte haben gestern im südkoreanischen Parlament die Wahl Kim Jong Pils zum neuen Ministerpräsidenten verhindert. Nach mehrtägiger Blockade hatte sich die oppositionelle Große Nationalpartei (GNP) zwar bereit erklärt, über den Kandidaten in geheimer Wahl abzustimmen. Die Wahl wurde aber von Abgeordneten des Regierungslagers unterbrochen. Sie warfen der GNP vor, mit leeren Wahlzettel die Abstimmung hintertreiben zu wollen. Einige Abgeordnete setzten sich auf die Wahlurnen, um die Abstimmung zu verhindern.

Parlamentspräsident Kim Soo Han unterbrach die vom Fernsehen live übertragene Sitzung, konnte aber keine Ordnung durchsetzen. Die GNP lehnt den vo Präsident Kim vorgeschlagenen Pil wegen seiner Rolle während der Militärdiktatur ab. Trotz der erneut gescheiterten Wahl will Kim Dae Jung heute das Kabinett vorstellen. Der Präsident drohte damit, Kim Jong Pil als amtierenden Ministerpräsidenten zu ernennen. han

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