: Von nichts gewußt
■ FDP zu Stasi-Belastungen von Spector
Gelassen haben gestern FDP- Abgeordnete auf die Stasi-Vorwürfe gegen ihr ehemaliges Parteimitglied Andreas Spector reagiert. Über die Stasi-Kontakte des Bundestagskandidaten war die Spitze des Landesverbandes durch die Gauck-Behörde bereits vor dem 16. Oktober unterrichtet worden, hatte die Informationen aber verschwiegen. Der Fraktionsvorsitzende Axel Kammholz erklärte gestern, er habe erst durch den taz- Bericht von der Affäre erfahren. Mit seinem Austritt sei Spector einem Rausschmiß zuvorgekommen. Außer durch „lächerliche Aktionen“ wie eine Kandidatur gegen den Landesvorsitzenden Günter Rexrodt habe Spector in der FDP „nie eine Rolle gespielt“. Der Abgeordnete Michael Tolksdorf kritisierte hingegen seine Partei. Die Landesspitze hätte umgehend das Gespräch mit dem Betroffenen suchen oder zumindestens die Öffentlichkeit über die Verdachtsmomente informieren müssen. Parteien hätten die „Verpflichtung, den Wählern zu sagen, woran sie mit den Kandidaten sind“. diak/sev
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