: Von der Stasi zum Referat für SED-Unrecht
Erfurt (dpa) – Das Thüringer Sozialministerium soll bereits seit 1994 vom Stasi-Verdacht gegen den Referatsleiter für SED-Unrecht gewußt haben. Damals habe die Gauck-Behörde dem Ministerium von der Existenz entsprechender Karteikarten berichtet, sagte gestern der Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Jürgen Haschke. Nun müsse geklärt werden, warum der Beamte mit dem Stasi-Decknamen „Falk Brauer“ mehrere Jahre ausgerechnet mit SED-Unrecht beschäftigt worden sei. Der Schaden sei „ungeheuer groß“.
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