: Völkischer Polizeischutz
■ JU-Politiker zur Sicherheit der Türken
Frankfurt/Main (taz) – Der Vorsitzende der Jungen Union (JU) in Frankfurt-Ost hat die MitarbeiterInnen des türkischen Generalkonsulats zum „Selbstschutz“ aufgefordert. Boris Rhein bezeichnete es als „unverantwortlich“, daß deutsche Polizisten, die seit Jahren vor dem Konsulat Objektwache schieben, „innenpolitische Differenzen in der Türkei“ auszubaden hätten. Schließlich gebe es „genügend innerdeutsche Probleme“ für die Polizei zu bewältigen. Das Konsulat, so der christdemokratische Jungpolitiker, müsse deshalb „selbstverantwortlich“ für seinen Schutz sorgen. Das Generalkonsulat am Palmengarten war in der Vergangenheit wiederholt Ziel auch militanter Protestaktionen vor allem von Kurden.
Der CDU-Kreisverband in Frankfurt hat sich gestern auf Nachfrage der taz von Rhein distanziert. Dem jungen Mann, so CDU-Sprecher Daum, sei eine „unbedachte und vorlaute Äußerung“ entschlüpft, die „besser unterblieben“ wäre. kpk
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