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Viele ältere Frauen sind süchtig

Hannover (dpa/taz) – Immer mehr ältere Frauen sind nach Alkohol und Medikamenten süchtig. „Allgemeinärzte diagnostizieren bei vielen älteren Frauen neurotische, psychosomatische und Suchterkrankungen“, berichtete Rita Feldmann-Vogel von der Katholischen Fachhochschule Berlin bei einer Tagung über „Sucht im Alter“ in Hannover. Diese Frauen würden nicht behandelt, sondern erhielten große Mengen Psychopharmaka. Bei Frauen sei das Ausmaß der Suchtgefährdung und Suchterkrankung seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges überproportional angestiegen. Die über 65jährigen, die rund 15 Prozent der Bevölkerung ausmachen, erhalten fast die Hälfte der von Ärzten verschriebenen Schlaf- und Beruhigungsmittel, rund ein Drittel der Tranquilizer, Neuroleptika und Antidepressiva. Die Gründe für die Sucht: Verlust der familiären Bindung, Überlastung, Unterdrückung und Gewalterfahrung.

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