: Viele Krankenhäuser in der Ex-DDR voller Asbest
Hannover (dpa) — In der ehemaligen DDR sind viele Krankenhäuser in Billigbauweise entstanden und damit voller asbesthaltiger Stoffe. Darauf haben Experten gestern auf der 15. Sicherheitsfachtagung Krankenhaus in Hannover hingewiesen. Bei der Erstellung von Asbestkatastern für Krankenhäuser und öffentliche Gebäude in den neuen Bundesländern werde es „furchtbare Arbeit“ geben. „Ein solches Kataster gibt es frühestens in fünf bis zehn Jahren“, sagte Hans-Peter Tretrop vom Gemeindeunfallversicherungsverband Hannover auf der Tagung, an der rund 400 Ärzte und Techniker teilnehmen. Auch im Bereich der alten Bundesrepublik gibt es nach Angaben des Nürnberger Diplomingenieurs Linster im Bereich Asbesterfassung „weiße Flecken auf der Landkarte“. Im Norden seien die Kataster mit dem krebserregenden Stoff aber annähernd vollständig. Die von Linster bisher untersuchten etwa 700 Gebäude seien zu drei Prozent sofort sanierungsbedürftig gewesen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen